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Kärntens heimliche Insta-Ikonen

Instagram-Safari statt immergleicher Spazierweg: Diese sieben Orte in Kärnten verlocken zu einem Foto-Walk mal anderswo.

erschienen im Reiseteil der Kleinen Zeitung, März 2021

Land-Art-Welle

Landart "Zikkurat"
Landart in schönster Landschaft: Das „Zikkurat Drauwelle“. Foto: Flickr/Carnica-Region Rosental

Eine Spirale beginnt als Halbinsel im Fluss und windet sich nach oben um einen hohen, grasbewachsenen Kegel. Das „Zikkurat Drauwelle“ in Ludmannsdorf wurde von Edmund und Tomas Hoke sowie Armin Guerino als Land-Art-Projekt gestaltet. Seither dient es Draupaddlern als chilliger Rastplatz – und Hobbyfotografen als ästhetisches Motiv, besonders bei Sonnenuntergang.

Fernost ganz nah

Das internationale Meditationszentrum in St. Michael ob Gurk. Foto: Johanna Wohlfahrt

Einen gold-weißen Pagodenbau mit der Petzen im Hintergrund kriegt man nur in St. Michael ob der Gurk. Das internationale Meditationszentrum ist freilich nicht zugänglich, trohnt aber so fotogen auf einem sonnenlichtfreundlichen Westhang, dass das Fotografenherz hüpft. Außerdem eine schöne Ecke für einen ausgedehnten Spaziergang entlang weiter Felder.  

Progressiver Kraftort

Klare Linien am Sonnenplateu: Die Privatkapelle Maria Magdalena
Klare Linien am Sonnenplateu: Die Privatkapelle Maria Magdalena. Foto: Ed Wohlfahrt

Am weitläufigen Plateau oberhalb von St. Donat am Zollfeld steht die außergewöhnliche Privatkapelle „Maria Magdalena“, geplant vom Grazer Architekten Gerhard Sacher – in strahlendem Weiß, mit klaren Konturen, transparenten Flächen und Proportionen, die dem „Goldenen Schnitt“ da Vincis entsprechen. Eingezäunt zwar, aber direkt an einem feinen, sonnigen Spazierrundweg.

Tempel des Herkules

Gurina
Unweit der Originalfundamente, neu erbaut: Der Herkulestempel auf der Gurina. Foto: Flickr/Vid Pogacnik

Die Gurina ist eine römerzeitliche Siedlung nördlich von Dellach im Gailtal. Die dort entdeckten, bemerkenswerten Tempelreste aus der Zeit um Christi Geburt waren die Basis für diese Rekonstruktion des einstigen „Herkulestempels“. Heute ist dieser Ort ein verborgenes, doch lohnendes Ausflugsziel – und ein tolles Fotomotiv im Oberen Gailtal.

Zeugen alter Zeiten

In der verborgenen „Heft“ wurde das norische Eisen verhüttet. Foto: Christian Grünwald

Hinter Hüttenberg, weit drinnen in einem kleinen Seitental, ragen diese spektakulären Bauten auf: Die Heft ist eine der europaweit größten historischen Eisenwerksanlagen aus dem 19. Jahrhundert mit zwei imposanten Holzkohlehochöfen im klassizistischen Stil. Ein sehr eindrucksvoller und verlassener Ort. Allemal eine fotografische Entdeckung wert.

Spektakuläre Formen

Eyecatcher-Architektur: Das Steinhaus Domenig am Ossiachersee. Foto: Kärnten Werbung

Da mussten schon viele nichtsahnende Flaneure zweimal hinsehen: Das Steinhaus am Ossiacher See von Architekt Günther Domenig ist ein Blickfang, den man zwischen Badehäuschen und Hotels nicht vermuten würde. Mittlerweile führt der Slow Trail Bleistätter Moor direkt am Steinhaus vorbei. Der perfekte Foto-Stopp. Nach Corona soll es Besuchern wieder offenstehen.

Sieben Minuten in Tibet

Der Lingkor in Hüttenberg: Kurzwanderung nach Tibet. Foto: Johanna Wohlfahrt

Riesige Heiligenwände mit tibetischen Göttern, bunte Fähnchen im Wind, buddhistische Figuren, zwiebelförmige Stupas: Der Lingkor, ein tibetischer Pilgerpfad in Hüttenberg, ist für Mitteleuropäer ein optisches Großfeuerwerk. Und ein reicher Fundus an exotischen Fotomotiven, die uns derzeit im Original verwehrt bleiben. Als Ersatz derweil aber mehr als okay.

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